Gleichheit - Partizipation - Transparenz
Gleichheit:
Wir glauben, dass alle Menschen gleichwertig sind. |
Gegenseitige Achtung und ein pfleglicher und wertschätzender Umgang mit sich selbst und mit anderen sind die Grundlage für ein erfülltes selbst bestimmtes Leben innerhalb einer Gemeinschaft.
Damit dies gelingt, ist es aus unserer Sicht wichtig, sich selbst zu kennen und sich selbst führen zu können.
Um mit anderen auskommen zu können, muss jeder Mensch mit sich selbst auskommen und sich wertschätzen können.
Darum ist unser vorrangiges Bildungsziel Selbstvertrauen und Selbstwertschätzung aus Selbsterfahrung und Feedback zu entwickeln.
Wir reflektieren uns selbst und unsere Arbeit. Wir suchen nach Verweiterung unserer Handlungsalternativen. Wir werden niemanden durch physische oder psychische Gewalt herabwürdigen, demütigen oder in anderer Form in seiner Seele oder an seinem Körper verletzen.
Partizipation:
Jeder Mensch hat ein Recht auf aktive Teilhabe. |
Schule -und später auch der Betrieb- ist wie das familiäre Zuhause ein Lebensraum. Ein Drittel des Tages verbringt ein Lernender und seine Lernbegleiter mindestens in der Schule.
Menschen müssen sich in ihren Lebensräumen gestalterisch einbringen können, um sich mit ihnen identifizieren und in ihnen erfüllt leben zu können. Dabei tragen sie Verantwortung für sich selbst und die Mitbewohner dieser Lebensräume.
Damit sich Menschen konstruktiv in ihre Lebenssituationen einbringen können, müssen sie dies üben können. Sie benötigen wenig oder gar nicht strukturierte Räume, in denen sie sich gestalterisch ausprobieren können. Schule ist nach unserer Sicht ein solcher Ort. Alle an Schule Beteiligten sollen die Möglichkeit zur Ausgestaltung dieses Lebensraumes haben, ihn ihm leben, arbeiten, lernen, feiern, fröhlich oder traurig sein, Grenzen erfahren und Erfolge erzielen können.
Teilhabe bedeutet auch Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Darum ist es unsere Pflicht als ältere Generation, den nachwachsenden zu ermöglichen, einen Platz in der Gesellschaft zu finden und einzunehmen.
Damit Menschen dies können, dürfen sie nicht Ausgrenzung, sondern müssen sie Inklusion und dort, wo sie "draußen" sind, Integration erfahren. Unser Arbeit an den jungen Menschen und mit ihren Eltern ist von der Idee der Inklusion und (Wieder-)Eingliederung getragen.
Transparenz:
Es ist die Pflicht derjenigen, die Macht auf sich vereinen, den Gebrauch der Macht für alle Betroffenen nachvollziehbar zu machen |
Für uns als Lernbegleiter bedeutet das, dass wir unsere Beweggründe für Entscheidungen, soweit sie unsere Lerngruppenmitglieder betreffen, offenlegen. Es bedeutet, dass jeder vorher weiß, welches Verhalten welche Konsequenz nach sich zieht. Es bedeutet, dass nicht im Nachhinein Entscheidungsgrundlagen geändert werden, nur damit sie auf einen aktuellen Fall passen. Es bedeutet, dass Einschätzungen zum aktuellen Entwicklungsstand im gemeinsamen Gespräch gefunden werden.
Hamburg, den 25. Juli 2010
Ines Wienarick, Sven-Olaf Miehe und Team
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